Attribut-Editor Tab fehlt in Active Directory Benutzer und Computer (ADUC)

Problem:

Trotz aktivierter „Erweiterter Features“ fehlt in manchen AD-Umgebungen der „Attribut-Editor“ Reiter in den Eigenschaften von Objekten im „Active Directory-Benutzer und -Computer“ MMC-SnapIn („Active Directory Users and Computers“ / ADUC / dsa.mmc)

Lösung:

Es gibt einige Sprach-abhängige Einstellungen. Mittels ADSI-Editor (adsiedit.msc) kann der Attribut-Editor hinzugefügt werden:

1. ADSI-Editor starten und eine neue Verbindung mit dem Bekannten Namenskontext „Konfiguration“ herstellen.

2. Diesen Pfad erweitern:
CN=Configuration,DC=<domain>,DC=<tld>
CN=DisplaySpecifiers
CN=<Sprach-ID>

Die passende Sprach-ID findet man in der Registry unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\NTDS\Language oder in dieser Tabelle: [MS-ADTS]: LCID-Locale Mapping Table | Microsoft Learn
Für Deutsch/Deutschland (de-DE) ist die Sprach-ID 407

3. Im rechten Bereich für die folgenden Elemente entsprechende Werte via Eigenschaften zum Attribut „adminPropertyPages“ hinzufügen:

CN=user-Display: 11,{c7436f12-a27f-4cab-aaca-2bd27ed1b773}
(für User-Objekte)

CN=computer-Display: 12,{c7436f12-a27f-4cab-aaca-2bd27ed1b773}
(für Computer-Objekte)

CN=default-Display: 4,{c7436f12-a27f-4cab-aaca-2bd27ed1b773}
(für andere Objekte)

Wenn die entsprechenden Werte hinzugefügt und übernommen sind, sollte beim nächsten start des ADUC-SnapIn der Attribut-Editor-Reiter angezeigt werden. (Die Ansichtsoption „Erweiterte Features“ muss natürlich trotzdem aktiviert sein.)

Dekommissionierte Server aus Microsoft Azure Arc entfernen

Manchmal sind Server „weg“, bevor sie ordentlich bei Azure Arc ge-offboarded wurden; das Offboarding ist nicht immer Teil eines Dekomissionierungsprozesses. Die „veralteten“ Maschinen bleiben dann Teil des Azure Arc und liefern einfach keine Daten mehr. Diese können natürlich weg.

Lösung

Leider hat Microsoft „vergessen“ im GUI die notwendigen Knöpfe einzubauen. Das wäre aber logisch, sinnvoll und einfach.

So wird man Maschienen aus Azure Arc an der PowerShell (als Aministrator) los:

# Az Modul installieren
Install-Module Az.ConnectedMachine

# Mit Azure Arc verbinden
Connect-AzAccount

# Maschine ansehen
Get-AzConnectedMachine -Name <SERVERNAME> -ResourceGroupName <RESSOURCENGRUPPE>

# Maschine entfernen
Get-AzConnectedMachine -Name <SERVERNAME> -ResourceGroupName <RESSOURCENGRUPPE>| Remove-AzConnectedMachine

Veeam B&R Upgrade auf v13 schlägt fehlt mit der Fehlermeldung „Outdated Veeam Agents“

Manchmal zeigt die B&R (noch 12) Konsole keine verwalteten Agents an, oder das Setup auf v13 beschwert sich das ein nicht aufgeführter Agent „outdated“ sei.

„Outdated Veeam Agents“ (Configuration Check)

Es gibt in der „Physical Infrastructure“ aber keine Agenten, die Liste ist leer. Oder zumindest keinen, der dem angezeigten Namen des Setups entspricht.

Lösung

In der Veeam-Datenbank spukt noch ein Agent herum, der zwar nicht angezeigt, aber trotzdem noch für „managed“ gehalten wird.

Der Agent muss manuell aus der Veeam-Datenbank entfernt werden. Am Beispiel hier wird PostgreSQL genutzt, für Microsoft SQL Datenbanken kann der Vorgang analog mit den jeweils passenden Tools ausgeführt werden.

Erstelle eine Datei .\query1.sql mit dem folgenden Inhalt:

SELECT epagents.host_id, epagents.agent_version, ephosts.display_name
FROM "public"."backup.model.epagents" AS epagents
INNER JOIN "public"."backup.model.ephosts" AS ephosts ON epagents.host_id=ephosts.id
WHERE ephosts.display_name = 'EXAMPLE-AGENTENNAME'
ORDER BY  epagents.agent_version ASC;

… und führe diese in der Veeam-Datenbank aus (Pfad zu psql entsprechend anpassen):


"C:\Program Files\PostgreSQL\15\bin\psql" -d VeeamBackup -U postgres -f .\query1.sql

Dann gibt die Konsole die entsprechenden Agenten-IDs aus.

Selbige kann man dann mit einem zweiten SQL-Script (z.B. query2.sql) entfernen:

SELECT public.deleteephost('AGENTEN-ID-HIER-EINFUEGEN');
SELECT public.deleteepagent('AGENTEN-ID-HIER-EINFUEGEN');

… und schon ist der Agent so richtig und wirklich ganz entfernt.

Treiber für „TUSB3410 EECode ChipID Driver“ für Windows 11 (Serial Port)

Einige Hersteller, unter anderem FS, verwenden für ihre Hardware die vergleichsweise günstige USB/Serial Bridge von Texas Instruments (TI) „TUSB3410„. Solche APs, Switches, Controller und sogar Drucker haben in der Regel einen USB-Breakout für die lokale Konsolenverbindung. Techniker lieben soetwas – für die Fehlersuche oder den OOB-Zugang.

Es ist aber überraschend schwierig, einen passenden Treiber für den Chip für Windows 11 (64bit) zu finden. Weil die Suche danach uns schon viel zu viel Zeit gekostet hat, hier nun einfach das passende (Original-) Paket für Windows 11 für das Device. Leider kann man das nicht direkt herunterladen – aber nun schon. Happy debugging 😎

USB\VID_0451&PID_3410\7EFF50D469C5173E

Treiber Download

Da ist das Paket für Windows 11 (x64), passend zum TUSB3410: